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Über die Geburt und die erste Zeit danach…

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Bei meinem letzten Beitrag (den ihr hier nachlesen könnt), habe ich über die letzte Zeit meiner Schwangerschaft und über den Tag der Geburt berichtet. Über den Kaiserschnitt und das Ereignis das mein Leben von Grund auf verändert hat: Die Geburt unserer Tochter Valentina.

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Kaiserschnitt und der Schmerz danach

Ich muss gestehen, dass ich immer panische Angst vor der Geburt hatte. Ich konnte mir nie wirklich vorstellen ein Kind auf die Welt zu bringen. Ich hatte Panik vor dem Kaiserschnitt, ob ich wohl etwas mitbekommen werde, ob ich etwas spüre, ob es unangenehm sein wird, wenn man mitbekommt, dass man aufgeschnitten wird, bei vollem Bewusstsein.

Ich konnte mir jedoch auch nicht vorstellen ein Kind auf natürliche Art und Weise zu gebären. Stundenlang in den Wehen zu liegen, das Baby rauszupressen. Man hört ja Horrorgeschichten was da nicht alles passiert. Daher habe ich das Universum um die Geburt gebeten, die für mich erträglich ist. Da meine Tochter bis zum Schluss in Beckenendlage geblieben ist und es mein erstes Kind war, ist es zum Kaiserschnitt gekommen.

Wie bereits berichtet war der Kaiserschnitt für mich eigentlich total harmlos. Den würde ich jederzeit wieder machen. Das ganze Personal im LKH Feldbach war derart bemüht und hat mich ständig beruhigt und aufgebaut und ich muss sagen, ich habe wirklich Nichts verspürt. Weder beim Setz der PDA (ist die dünnste Nadel der Welt, dünner als ein Blatt Papier), es brennt etwas, noch vom Kaiserschnitt selbst. Es kommt einem vor als wäre man auf einem Schiff und ein starker Seegang herrscht, weil man sich immer hin- und her bewegt, bzw. bewegt wird.

Über die Zeit danach, habe ich mir eigentlich keine Gedanken gemacht. Mit Schmerzmittel würde es wohl locker zu schaffen sein. Um 9.50 ist unsere Tochter auf die Welt gekommen. Im Aufwachzimmer war ich etwas benommen, ich glaube dass die Nerven dann losgelassen haben. Eigentlich ist es mir vorgekommen, dass ich gar nicht nervös gewesen bin, ich ging von panischen Gefühlen aus, doch bin ich sehr ruhig geblieben. Doch im Aufwachzimmer hat dann doch alles losgelassen…

Die ganzen Sorgen der letzten Wochen davor, ob wohl alles gut gehen würde, ob es wohl keine Komplikationen geben wird, dass sie gesund und munter sein würde und und und.

Am ersten Tag hatte ich noch einen Katheder und bin den ganzen Tag im Bett gelegen. Schmerzmittel wurden mir durch Infusionen verabreicht. Ich habe noch darüber gescherzt, dass ich auf diese Art und Weise wohl 5 Kinder bekommen würde.

Tja bis zum Abend, als ich das erste Mal aufstehen sollte. Die Schwestern sind gekommen und haben gemeint, nachdem der Katheder weg sei, müsse ich jetzt aufstehen und aufs WC gehen. Bis dahin hatte ich ja keine Ahnung was das auf mich zukommen würde.

Schon beim Aufsitzen bemerkte ich diesen unerträglichen Schmerz. Ich habe es dann mit Hilfe der Schwestern bis zum Ende des Bettes geschafft und habe unter Tränen gefleht mich wieder ins Bett zu bringen. Das war Tag 1.

In der Nacht habe ich versucht  nicht aufs WC zu gehen und habe es bis zum Morgen „aufgeschoben“. Die Frühschwestern haben mir dann gesagt, dass ich aufstehen MUSS und es mit jedem Male besser werden würde. Zu Zweit haben sie mich gestützt und ich habe mich Schritt für Schritt durch das Zimmer ins WC gekämpft. Was soll ich euch sagen. Es ist ein Gefühl, als würde die jemand mit dem Messer ständig die Bauchdecke aufschlitzen. Meine Beine sind die ganze Zeit weggekippt vor Schmerzen. Als ich wieder zurück im Bett gelegen bin, war ich schweißgebadet.

Puh, das hatte ich nicht erwartet… dass es soo schlimm sein würde.

Tja, in den ersten 3 Tagen gab es kaum Besserung. Ich habe mir vor dem Gang ins Bad immer die Schmerzinfusionen geben lassen, wenn diese zu wirken begonnen haben, rief ich die Schwestern und ich habe den qualvollen Weg erledigt.

Hormone spielen verrückt

Am ersten Tag hat man mir bereits gesagt, dass ich 6 Tage im Krankenhaus bleiben solle und am Freitag heimgehen könne. Am 3. Tag war es für mich nicht vorstellbar, dass ich am 6. Tag heimgehen könne. Ich konnte bis dahin nicht alleine aus dem Bett, alleine gehen, sitzen bzw. mein Kind halten.

Das Schlimmste daran war jedoch, dass ich mich anfänglich die Tage nicht um meine Valentina kümmern konnte. Da weder sitzen noch das Baby halten konnte, war ich immer auf Hilfe angewiesen. Beim Füttern, Bäuerchen machen… Und dann kommen die Hormone dazu. Was soll ich euch sagen. Man heult einfach den ganzen Tag grundlos. Irgendwie muss man hinterher darüber lachen, doch man hat das einfach nicht unter Kontrolle.

Wir waren zu Viert im Zimmer und ich war total froh darüber. Eine von uns hat immer geheult am Tag. Und so konnten wir uns gegenseitig aufbauen. Ich muss sagen, dass ich meinem Freund so dankbar bin für sein Verständnis. In der Zeit der Schwangerschaft, im LKH und auch jetzt danach, versucht er mich immer zu unterstützen. Egal ob mit Worten oder dass er einfach DA ist. Und er versteht mich, hört zu. Da ist ganz wichtig in dieser Phase in der die Hormone einfach verrückt spielen.

Am 5. Tag, ich konnte es kaum glauben, habe ich es geschafft mich an den Bettrand zu setzen. Ich war durch das ständige Liegen derart verspannt, dass ich vor Schmerzen im Rücken oft keine Position mehr gefunden habe. Eine Physiotherapeutin im LKH hat mich massiert und dadurch Linderung verschaffen.

Ich muss sagen, ich bin so froh, dass ich ins LKH Feldbach gegangen bin. Die Schwestern waren so fürsorglich, verständnisvoll und hilfsbereit. Besser hätte man es nicht haben können. Vielen Dank dafür.

Die Nacht davor. Ich habe noch mit meinem Freund die Ängste besprochen, ob ich wohl im Auto sitzen und in unserem Bett liegen könne, ob ich die Treppen im Haus hinauf und hinab schaffen werde.

Der 6. und letzte Tag bricht an. Ich bin motiviert und will es unbedingt schaffen, endlich nach Hause zu kommen. Beim Frühstück setze ich mich das erste Mal an den Tisch und bin mega happy darüber, dass der Schmerz erträglich ist. Danach bin ich gleich die Treppen Auf und Ab. Alles kein Problem. Als mein Freund dann gekommen ist und auf nach Hause ging, war ich total happy. Im Auto haben wir den Sitz waagrecht und ganz hoch gestellt, so habe ich die Fahrt geschafft und zu Hause im Bett bin ich das erste Mal seitlich gelegen.

Abschließend kann ich sagen, dass die Geburt kein Honigschlecken ist. Ich hatte ja Wehen im Abstand von 2 Minuten, daher kann ich das schon etwas beurteilen. Ich denke, egal ob natürliche Geburt oder Kaiserschnitt. Ohne Schmerz geht einfach nichts. Ich kann jedoch von Glück sprechen, dass es keinerlei Komplikationen gegeben hat. Der Kaiserschnitt ist super verlaufen und meine Wunde ist so schön verheilt vom ersten Tag an. Nach 1,5 Wochen war ich schmerzfrei. Jetzt nach 6 Wochen verspüre ich am Bauch noch immer ein Taubheitsgefühl, dass wird wohl noch einige Zeit so bleiben, aber keinerlei Schmerz. Ich konnte ab der 2 Wochen wieder alles machen, ohne irgendwelcher Einschränkungen.

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Zeit für einen neuen Lebensabschnitt. Die Uhr ist von Thom Olson und das Kleid ist aus der letzten Kollektion von H&M.

2 Kommentare zu “Über die Geburt und die erste Zeit danach…

  1. Ich muss sagen dass es mir verhältnismäßig nach dem Kaiserschnktt ganz gut gegangen ist. Es hat mivh lediglich sehr gestört, dass ich nicht gerade gehen konnte sondern immer gekrümmt. Ich bin aber noch am
    gleichen Tag alleine aufs Klo, nur beim Duschen und Haarewaschen musste mein freund helfen.
    Aber bei mir ist jetzt, nach fast 4 Jahren noch immer stellenweise ein taubheitsgefühl bzw. ist meine Narbe etwas wetterfühlig (hab das zuvor nie wen gegalubt wenn mir wer erzählt hat dass man an Narben oft das Wetter spürt 😅). Aber wie du sagst, ganz ohne Schmerzen gibt es keine Geburt. Ich war aber so wie es war, „zufrieden“ mit der Geburt und bin nach 3 Wochen auch wieder am pferd gesessen

    Viele Grüße
    Denise

  2. Love this look! The dress is so pretty!

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