Ein Kind ist geboren…
Wir ihr ja bestimmt mitbekommen habt, sind meine Schwester und ich zur gleichen Zeit schwanger gewesen. Also sie hatte ihren Geburtstermin Mitte Mai und ich meinen Ende August. Es ist natürlich eine wundervolle Zeit, wenn man diese auch noch mit seiner Schwester teilen kann. Wenn man sich austauschen kann und gerade das Gleiche „durchmacht“.
Ich habe in meinem Babybericht ja bereits keinen Hehl daraus gemacht, dass ich nicht die typische Mama bin für die Kinder immer oberste Priorität waren und ich hatte bisher in meinem Leben auch nie wirklich das Bedürfnis danach gehabt, Kinder zu bekommen. Ich habe darüber auch ganz offen berichtet und war total überwältigt von dem positiven Feedback. Viele haben sich bei mir für meine Ehrlichkeit bedankt und mir Zuspruch gegeben, indem sie mir davon berichtet haben, dass es ihnen ähnlich erginge.
Ich finde, dass gerade in diesem Zusammenhang viele Dinge nicht ausgesprochen werden. Die Mütter berichten immer nur über die schönen Seiten einer Schwangerschaft, dabei werden viele Sachen einfach ausgelassen bzw. redet man einfach nicht darüber. Ich wollte Nichts beschönigen und das werde ich auch in Zukunft nicht machen.
Ich bin jetzt Anfang 7. Monats und ich muss sagen, dass ich in dieser Zeit bereits einige Phasen durchgemacht habe. Die ersten 5 Monate ist es mir ohnehin total mies gegangen. Im März habe ich gerade mal 4 Tage gearbeitet. Mir war rund um die Uhr schlecht und ich war ständig müde und kraftlos. Ich hatte zwar das Glück, dass ich mich nicht all zu oft übergeben musste, doch dass es mir oft Tagelang durchgehend schlecht war, hat es auch nicht leichter gemacht.
In dieser Zeit habe ich mich aber nicht fertig gemacht, denn ich habe ja keine Krankheit, es ist eine Schwangerschaft und da findet man sich mit solchen Dingen ab. Ich muss aber zugeben, dass ich in diesen 6 Monaten nie die Freude auf das Kind so überschwänglich war, dass ich alle Bedenken über Bord geworfen habe. Wenn Kolleginnen oder Freundinnen gemeint haben, sie konnten es die ganze Schwangerschaft über schon nicht erwarten bis das Kind endlich da sei, konnte ich das bisher gar nicht so richtig nachvollziehen…
Ich meine, ich hab mich darauf eingelassen und natürlich war eine gewisse Freude gleich da, aber irgendwie habe ich mir eingeredet, da ist eh noch genug Zeit und ich hab mich auf gewisse Dinge nie richtig eingelassen und meine Bedenken, wie viel Schlaf und Anstrengung mich das Kind ab August, wenn es da ist kosten wird, waren ständig präsent.
Nun ist eine neue Phase da
Am Donnerstag vor 2 Wochen hat die kleine Tochter meiner Schwester das Licht der Welt erblickt und ich habe sie bisher 2x besucht. Meine Schwester lebt leider 3 Stunden Autofahrt von mir entfernt, daher ist das nicht immer so einfach, dass wir uns sehen. Als ich die Kleine zum ersten Mal auf einem Foto sah, war es um mich geschehen. 2 Tage lang habe ich bei jedem Anblick bitterlich geweint und als ich sie das erste Mal im Arm gehalten habe war das Gefühl noch intensiver.
Bisher war es immer so, wenn ich irgendwelche Babys gehalten oder gesehen habe, dass ich mir gedacht habe: „Gut, du bist süß, aber das wars dann auch“. Ich Empfang niemals ein Gefühl „Das will ich auch haben“, das hatte ich bisher noch nie in meinem Leben, daher war mein Kinderwunsch auch nie wirklich da.
Doch meine Nichte hat in mir ein neues Gefühl entfacht, welches so in dieser Art noch NIE da war. So ein tiefes Gefühl der Liebe, dass ich mich jetzt soo sehr auf meine kleine Tochter freue. Endlich sind die Bedenken weg und es überwiegt die Vorfreude. Ich kann mir im Moment gar nicht vorstellen, dass ich für meine Tochter noch mehr Gefühle entwickeln kann, weil ich meine Nichte schon sooo sehr liebe und sie jeden Moment vermisse an denen ich sie nicht in meinen Armen halten kann.
Nun wurde ich von meiner Schwester und ihrem Freund auch gefragt, ob ich die Patentante werde möchte. Mit Tränen in den Augen habe ich natürlich zugestimmt. Es ist mir eine unglaubliche Ehre und Freude mit dieser kleinen Prinzessin verbunden zu sein.
Familie war für mich immer schon das Wichtigste im Leben. Meine Eltern, meine Schwester, mein Freund und mein kleiner Bruder (Kater Didi). Nun ist unsere Familie durch eine weitere Person gewachsen und es die Tiefe Liebe die wir für dieses kleine Wesen empfinden dürfen, ist das schönste Gefühl dieser Welt und macht unseren Zusammenhalt nur noch intensiver. Ich danke Gott für jeden Tag den ich mit diesen wundervollen Menschen verbringen kann und bete täglich, dass uns noch viele unzählige Momente bleiben.
Mir bleiben nun noch knapp 4 Monate bis zur Geburt meiner Tochter und ich bin davon überzeugt, dass dieses Ereignis das größte Glück in meinem Leben sein wird und unsere Familie nochmals um das Vielfache bereichern wird.
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